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Checklisten und Tipps

3 Fragen, die sich jede:r Gründer:in zur Praxisplanung stellen sollte.

Mit der Praxisplanung nimmt der Traum von der eigenen Zahnarztpraxis endlich Form an und das macht in der Regel richtig Spaß. Gleichzeitig ist es manchmal anstrengend. Viele Entscheidungen müssen getroffen werden, die weit über die Farbe an der Wand hinausgehen. Doch auch hier gilt: Entscheidungen fallen leichter, wenn die Praxisplanung auf ein ausgeklügeltes Konzept aufbaut. Praxisgründer:innen, die die Eckpfeiler ihres Konzepts bereits im Kopf haben, sollten sich vor dem Start der Praxisplanung unbedingt folgende Fragen stellen:

1. Passen die Räumlichkeiten zum Praxiskonzept?

Der Grundriss zeigt in der Regel den Status Quo. Jetzt gilt es kreativ zu werden und zu überprüfen, ob die eigenen Vorstellungen in Räumen realisierbar sind. Ein Praxisplaner kann dabei unterstützen und bringt das notwendige Know-how rund um gesetzliche Bestimmungen und optimale Arbeitsabläufe ein. Im Praxiskonzept wurden idealerweise die „Wunschpatienten“ definiert. Doch sind die Räumlichkeiten für diese auch gut erreichbar? Wie ist der Anschluss mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zielt das Konzept der Zahnarztpraxis auf Patienten ab, die die Praxis mit dem Auto besuchen? Dann sollten ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden sein. Zu guter Letzt sollte vor der finalen Entscheidung der Wettbewerb und dessen potenzielle Entwicklung in den nächsten Jahren überprüft werden.

2. Was soll die Zahnarztpraxis ausstrahlen?

Einfluss auf die Atmosphäre nimmt eigentlich jedes Element der Zahnarztpraxis: Die Möbel, die Wand- und Deckengestaltung, die Farbwahl, Beleuchtung aber auch die Geräte. Das Besuchererlebnis der Patienten wird dadurch maßgeblich geprägt. Bei der Auswahl der Einrichtungselemente sollte auch die gewünschte Wirkung bedacht werden. Sind z.B. Angstpatienten ein großer Teil der Zielgruppe, so sind beruhigende Elemente empfehlenswert. Bei der Zielgruppe Kinder sind dabei ganz andere Stilmittel gefragt. Ein Magnet für die eigenen Wunschpatienten können persönliche Elemente in der Praxis sein. Bilder von Reisen oder anderen Dingen, die den Praxisinhaber begeistern, lösen bestenfalls dieselbe Begeisterung bei den Patienten aus.

3. Wie soll sich die Praxis entwickeln?

Entscheidungen bei der Praxisplanung haben langfristige Auswirkungen. Gut beraten ist der, wer sich möglichst viele Optionen offen hält. Praxisgründer:innen nehmen sich daher am besten schon vorher Zeit, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Dabei können folgende Fragen helfen: 

 

  • Wie könnte sich die Zahl der Behandler entwickeln und wie viele Behandlungszimmer wären dann sinnvoll? Vielleicht lassen sich weitere Zimmer vorbereiten? 
  • Welche privaten Ziele sind geplant und welche Auswirkungen haben diese auf die Praxis? 
  • Wie wird sich der Anteil an Prophylaxe entwickeln? Passt das zu der Anzahl der Behandlungszimmer? 
  • Bieten die Räumlichkeiten im Hintergrund, wie z.B. der Steri-Raum, ausreichend Möglichkeiten auf zukünftige gesetzliche Bestimmungen zu reagieren? Am Minimum planen könnte eines Tages als Bumerang zurück kommen.      
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Top Tipp zum Schluss:

Vielen Gründern hilft es neben einer Wunschliste auch eine Liste mit No Gos zu führen. Dabei lohnt sich ein Blick zurück: Was lief in den bisherigen Praxen gut oder schlecht, z.B. in der Assistenzzeit. Was waren die Gründe dafür und wie könnte das besser gelöst werden? 

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