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Erster Schritt zur Selbstständigkeit
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Was bedeutet das für deine Bewerbung als Zahnarzt oder Zahnärztin?
Dass du heute mehr Möglichkeiten hast, deinen Weg bewusst zu gestalten – aber auch klar zeigen solltest, was dich als Behandler:in auszeichnet.
Hier findest du die wichtigsten Bewerbungstipps für Zahnärzt:innen und Assistenzzahnärzt:innen, abgestimmt auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts 2026.
1. Zeige klar, welche Leistungen du sicher beherrschst
Praxen möchten unmittelbar erkennen, wie du arbeitest und welches klinische Niveau du mitbringst. Statt nur Stationen aufzulisten, solltest du deine Fähigkeiten konkret formulieren.
Beispiele für deine Bewerbung
- „Sichere Durchführung von Füllungstherapien, Fissurenversiegelungen und Kinderbehandlung"
- „Eigenständige Durchführung von Endo-Behandlungen unter Aufsicht“
- „Erste Erfahrungen in Prothetik: Abformung, Präparation unter Anleitung, Provisorien“
- „Interesse an ästhetischer Zahnheilkunde / Chirurgie / Prothetik / Endodontie“
Das hilft Arbeitgeber:innen sofort einzuschätzen, ob du ins Behandlungsspektrum und zur Praxisausrichtung kannst.
2. Betone die Soft Skills, die in der Behandlung wirklich zählen
Neben der fachlichen Expertise spielen persönliche Kompetenzen in der Zahnmedizin eine zentrale Rolle. Arbeitgeber:innen achten besonders auf:
- ruhiges, empathisches Auftreten gegenüber Patient:innen
- klare, verständliche Kommunikation
- Teamfähigkeit und Zusammenarbeit mit Assistenz & Kolleg:innen
- zuverlässige und strukturierte Arbeitsweise trotz enger Terminplanung
- Verantwortungsbewusstsein bei klinischen Entscheidungen
Diese Fähigkeiten unterscheiden gute Bewerbungen von sehr guten – und entscheiden oft über den Zuschlag.
3. Hebe deine digitale Kompetenz hervor
Viele moderne Zahnarztpraxen arbeiten 2026 in großen Teilen digital. Zeige deshalb, dass du sicher bist im Umgang mit:
- digitalem Röntgen
- Praxissoftware
- digitaler Dokumentation
- Scanner-Workflows (falls vorhanden)
- Termin- und Recall-Systemen
Viele Zahnärzt:innen erwähnen diese Punkte nicht – dabei sind sie ein echter Vorteil, der dich deutlich von anderen Bewerber:innen abhebt.
4. Halte deine Bewerbungsunterlagen kurz, klar und strukturiert
Der Lebenslauf sollte max. 1–2 Seiten umfassen und alle relevanten Stationen übersichtlich darstellen. Ein Anschreiben ist heute nicht mehr ausschlaggebend – wichtiger ist ein präziser Einstieg, z. B.:
„Ich suche eine moderne Praxis, in der ich klinisch wachsen, strukturiert arbeiten und mittelfristig eigene Schwerpunkte entwickeln kann.“
Das wirkt professionell, selbstbewusst – und spart allen Beteiligten Zeit.
5. Bereite dich auf die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch vor
Im Bewerbungsgespräch geht es heute nicht nur um Fachwissen, sondern darum, wie du als Zahnarzt oder Zahnärztin klinisch denkst und arbeitest.
Typische Fragen im Vorstellungsgespräch
- Welche Behandlungen führst du aktuell vollständig selbstständig durch?
- Wie gehst du mit anspruchsvollen Patient:innen um?
- Wie schätzt du deine Endo-/Prothetik-/Chirurgie-Kompetenz ein?
- Welche klinischen Bereiche möchtest du vertiefen?
- Wie gehst du mit Zeitdruck um?
- Wie sieht dein idealer Arbeitsplatz aus?
- Welche Arbeitszeiten wünschst du dir?
Gute Antworten zeigen Professionalität, Selbstreflexion und Entwicklungspotenzial.
Außerdem möchten viele Praxen sehen, ob du zum Team passt, motiviert bist und Freude am Beruf mitbringst.
6. Nutze Probetage, um Praxisabläufe realistisch einzuschätzen
Ein Probetag ist kein „Test“, sondern ein gegensseitiges Kennenlernen.
Achte auf:
- Behandlungsabläufe und Zeitmanagement
- Umgangston im Team
- Struktur und Organisation
- Arbeitsweise der Kolleg:innen
- Unterstützung und Einarbeitungskonzept
Der Eindruck, den du dort bekommst, ist oft aussagekräftiger als jedes Gespräch. Eine gute Praxis erklärt viel, bezieht dich ein und beantwortet Fragen offen. Prüfe einfach, ob du dich wohlfühlst und vertraue auf dein Bauchgefühl.
7. Auftreten mit Selbstbewusstsein – der Markt ist auf deiner Seite
Der Fachkräftebedarf in der Zahnmedizin ist weiterhin hoch – gerade Zahnärzt:innen mit abgeschlossener Assistenzzeit und solider klinischer Erfahrung befinden sich aktuell in einer starken Marktposition. In vielen Praxen geht es deshalb nicht mehr nur darum, sich zu bewerben – sondern gemeinsam zu prüfen, ob die Zusammenarbeit passt.
Deshalb ist es völlig angemessen, Fragen zu stellen nach:
- Einarbeitung & Supervision
- Fortbildungsunterstützung
- langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten
- Arbeitszeiten und Wochenstunden
- Behandlungsspektrum der Praxis
Gute Zahnarztpraxen begrüßen solche Fragen – denn sie zeigen Professionalität.
8. Kenne deinen Marktwert – die Gehaltsstudie 2025 hilft dir dabei
Dank der Dentalen Gehaltsstudie 2025 (hier geht’s zum Artikel) hast du eine objektive Grundlage für deine Gehaltsvorstellungen.
Du kannst dich dabei orientieren an:
- Medianwerten je Berufserfahrung
- regionalen Unterschieden
- Wirkung von Weiterbildungen
- Einfluss von Arbeitszeitmodellen
Datenbasiert zu verhandeln wirkt kompetent und souverän – gerade bei Assistenzzahnärzt:innen ein echter Vorteil.
9. Präsenz zeigen: professionelles Auftreten online & offline
Immer mehr Praxisinhaber:innen nutzen Online-Profile, um sich ein Bild von Bewerber:innen zu machen. Achte daher darauf, dass:
- dein LinkedIn-Profil (falls vorhanden) aktuell und professionell ist, ohne widersprüchliche Informationen
- keine problematischen öffentlichen Inhalte auf anderen Sozialen Netzwerken existieren
Optional – aber zunehmend wertvoll: Ein gepflegtes LinkedIn- oder Instagram-Profil mit fachlichem Fokus kann deine Persönlichkeit positiv unterstreichen.
Fazit: Bewerbungen als Zahnärzt:in sind heute klarer, moderner und persönlicher
Eine überzeugende Bewerbung als Zahnmediziner:in zeigt:
- deine klinischen Fähigkeiten
- deinen Umgang mit Patient:innen
- dein Verständnis für Team & Organisation
- deine digitale Kompetenz
- deine Ziele und Entwicklungsschwerpunkte
Wenn du diese Punkte berücksichtigst, wirst du nicht nur im Bewerbungsprozess überzeugen – sondern auch eine Praxis finden, in der du langfristig wachsen kannst.
Du willst wissen, was Arbeitgeber:innen denken?
Lies dir auch die Interviews mit zwei Praxisinhaber:innen durch, die verraten, wie der Bewerbungsprozess in ihrer Zahnarztpraxis abläuft:
Zum Interview mit Dr. Silke Stuff
Zum Interview mit Dr. Alexander Kelsch
Bewerbungstipps
Interview mit Dr. Silke Stuff
Wie auch dir ein perfektes Anschreiben gelingt
Versuche mit einem individuellen Anschreiben zu überzeugen und vermeide vorgefertigte Muster. In deinem Anschreiben solltest du verdeutlichen, warum gerade du der:die richtige Bewerber:in bist und was dich an deinen:deiner zukünftige:n Arbeitgeber:in fasziniert.
Hilfreich ist es, folgendes vorab zu überlegen:
- Warum bewirbst du dich auf diese Position und welche Qualifikationen bringst du für die Stelle mit?
- Welchen Mehrwert kannst du dem Unternehmen bringen?
Vermeide eine reine Wiedergabe deines Lebenslaufs und versuche stattdessen deine Motivation und individuelle Persönlichkeit in dem Anschreiben zum Ausdruck zu bringen. Für den:die Arbeitgeber:in ist vor allem interessant, wie du persönlich das Unternehmen und das Team vor Ort unterstützen kannst und warum du für die Position geeignet bist!
Prüfe dein Anschreiben unbedingt auf Rechtschreibung, Satzbau und korrekte Formulierungen. Beziehe dich auf die konkrete Stellenausschreibung und vergiss nicht die Orts- und Datumsangabe sowie eine eventuelle Unterschrift am Ende der Bewerbung. Dein Anschreiben solltest du an die in der Stellenausschreibung genannte Person richten. Überlege dir also ein durchdachtes Anschreiben und überzeuge so von deiner Motivation.
Flexibilität und ein familiärer Umgang miteinander ermöglichen eine enge Kooperation, auch in Teilzeit. Das schweißt zusammen. Über die Jahre habe ich auch gelernt, wie wichtig eine gemischte Altersstruktur im Team ist, der mit der Balance zwischen Erfahrung und “frischem Wind” die Prozesse bereichert. In unserer Zahnarztpraxis gibt es zahlreiche umfassende und vielseitige Tätigkeitsschwerpunkte für eine vorsorgende und schonende Zahnmedizin. Tätigkeitsschwerpunkte sind die Implantologie, Parodontologie, Prophylaxe, Endodontie und das verbunden mit einer ästhetischen, zahntechnisch hochwertigen, volldigitalen Zahnmedizin.
Ständige Fortbildungen und neueste Technik garantieren eine zahnmedizinische Behandlung auf modernstem wissenschaftlichem Stand.
Wie läuft ein Bewerbungsprozess bei Ihnen ab?
Nach Erhalt der Bewerbungsunterlagen laden wir eine Auswahl zum Gespräch ein und machen uns ein erstes Bild. In diesen Prozess und das Gespräch sind alle Behandler:innen der Praxis involviert. Wer es dann in die engere Auswahl schafft, wird für einen oder mehrere Tage in die Praxis eingeladen. In dieser Zeit kann er oder sie das Team kennenlernen und die in die Praxisabläufe reinschnuppern. Nach einem abschließenden Gespräch entscheiden wir dann gemeinsam mit dem Team, welche Person geeignet ist.
Was sollte eine Vorbereitungsassistenz mitbringen?
Fachliche Schwerpunkte sind hier immer relativ schwierig zu beurteilen. Die universitäre Ausbildung lässt höchstens einen kleinen Einblick in die verschiedenen Fachrichtungen, insbesondere die zahnärztliche Chirurgie, zu. Nach meiner Erfahrung kann man nur von Interessengebieten sprechen, die sich aber auch während der nachfolgenden Ausbildungszeit noch verschieben können. Noch wichtiger sind deshalb für mich die Soft Skills. In einem funktionierendem Team ist es unabdingbar, dass die Kandidaten:innen passen.
Welche Soft Skills sind besonders wichtig?
Höflichkeit, Empathie, Freundlichkeit und ein offenes Ohr für die Patient:innen sind essentiell, verbunden mit höchster Professionalität und einem hohen persönlichen Qualitätsanspruch. Auch der:die Vorbereitungsassistent:in repräsentiert die Praxis nach außen. In den letzten Jahren konnte ich verfolgen, dass für viele Vorbereitungsassistent:innen gerade diese Punkte größere Hürden darstellten.
Fachliche Kompetenz ist erlernbar, Soft Skills sollten schon mitgebracht werden, denn genau die machen eine:n wirklich gute:n Zahnärzt:in aus.
Welche Fragen stellen Sie beim persönlichen Kennenlernen?
Ich frage immer, warum sich der Bewerber für das Zahnmedizinstudium entschieden hat und welche Fachrichtung am meisten Spaß macht. Darüber hinaus interessieren mich auch die zukünftigen Karrierepläne, dann wird schon mal die klassische “Wo sehen Sie sich in 5 oder 10 Jahren” Frage gestellt. Zudem klopfe ich ab, was der Kandidat oder die Kanditatin sich in der Assistenzzeit von unserer Praxis erwartet, auch monetäre Fragen werden in diesem Zusammenhang besprochen. Aber auch Vorstellungen, was den Unterschied zwischen Klinik und freier Zahnarztpraxis ausmacht sind Teil unseres Vorstellungsgesprächs.

Top-Tipp:
Eine gewisse kommunikative Kompetenz ist mir besonders wichtig. Das ist hilfreich im Umgang mit den Patient:innen und auch für die harmonische Zusammenarbeit im Team. Darüber hinaus sollten Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit, analytische Kompetenz sowie Konfliktsouveränität mit zu den Soft Skills des Bewerbenden gehören.
Dr. Stuff
Niedergelassene Zahnärztin
Sie sind leidenschaftlicher Laser-Anwender und mittlerweile sogar bundesweit als Laser-Referent unterwegs. Wie kam es dazu?
Das ist richtig. Bis 2011 war meine Praxis auf die konventionelle Zahnheilkunde ausgerichtet. Dann habe ich den ersten Laser gekauft und mich seitdem in diesem Bereich immer weiter spezialisiert. Mittlerweile können wir mit mehreren Lasern in unterschiedlichen Wellenlängen behandeln. Seit unseren Praxisumbau 2020 arbeiten wir nun mit zwei Mikroskopen, die sogar für den Einsatz mit dem Laser geeignet sind. Durch die Integration der Laser-Zahnheilkunde in das Praxiskonzept hat sich viel verändert. Alte Routinen wurden aufgebrochen und jede Menge Spaß ist hinzugekommen. Das gesamte Praxisteam steht dahinter, was sich natürlich auch auf die Patient:innen überträgt.
Kennst du schon unsere Stellenbörse?
Exklusiv für Zahnärztinnen und Zahnärzte.
Behandeln nur Sie in der Praxis mit dem Laser oder auch Ihre angestellten Kolleg:innen?
Bei mir behandeln die Kolleg:innen von Anfang an alles. Von der einfachen Füllung über ZE bis zur Paro, auch mit dem Laser. Das gehört schließlich dazu, wenn das gesamte Team hinter der Behandlung mit dem Laser stehen soll. Je nach Wunsch des:der Kolleg:in, Wissensstand und Schwierigkeit der Behandlungssituation unterstütze ich immer gerne. Dadurch lernt der oder die junge Kolleg:in in kurzer Zeit sehr viel, kann sich entwickeln und schrittweise selbstständiger arbeiten. Meistens darf nach ca. einem halben Jahr auch das erste einfachere Implantat gesetzt werden. Zur Entwicklung tragen natürlich auch Fortbildungen bei, die ich nach individueller Absprache auch finanziell unterstütze. Ein Muss in unserer Praxis ist für jede:n, der:die startet, die Fortbildung zum:zur »Laser-Schutzbeauftragte:n«. Dieser Kurs wird natürlich auch von uns bezahlt.
Klingt gut! Bis es so weit ist, muss der:die Bewerber:in aber zuerst durch den gesamten Bewerbungsprozess. Wie sieht der in Ihrer Zahnarztpraxis aus?
Unsere Stellen schreiben wir auf verschiedenen Wegen aus, auch über die Stellenbörse von Henry Schein. Unser Praxisberater sichtet gemeinsam mit der Praxismanagerin und mir die Bewerbungen vor und führt bereits erste telefonische Gespräche mit der engeren Auswahl. Die letzte Entscheidung für die Einladung zum Gespräch übernehme ich gemeinsam mit ihm. Mir ist es wichtig, dass die Bewerberin oder der Bewerber sich bei uns wohlfühlen. Deshalb stelle ich unser Praxiskonzept immer ausführlich vor und zeige Räumlichkeiten samt Equipment.

Letztlich muss der Eindruck der Person authentisch sein, damit ich abschätzen kann, ob sie in unser Team passt. Mir ist wichtig, dass ich mit den Kolleg:innen auf Augenhöhe arbeite.
Dr. Alexander Kelsch
Niedergelassener Zahnarzt und Spezialist für Laserzahnheilkunde.
Was ist Ihnen beim Verlauf des Gesprächs wichtig?
Natürlich stellen wir die ein oder andere Standardfrage wie »Was hat Ihnen im Studium besonders Spaß gemacht?« und »Wie sind Sie auf die Zahnmedizin gekommen? «. Die besten Chancen für eine Zusammenarbeit hat man, wenn am Ende die Motivation spürbar ist, bei uns arbeiten zu wollen. Wichtig ist außerdem die eigene Entwicklung realistisch einschätzen zu können und nicht empfindlich zu reagieren, wenn an Tag 1 nicht direkt die chirurgische Behandlung alleine durchgeführt wird - das gilt insbesondere, wenn man gerade von der Uni kommt. Eine offene Kommunikation vom ersten Tag an hilft beiden Seiten, um eine passende Zusammenarbeit zu starten.
Vielen Dank für das Interview!
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